Compassion | Das "andere" Praktikum

 

Compassion ist die Haltung der "Mitleidenschaft". Compassion beschreibt somit eine Haltung, die in einer sich entsolidarisierenden Gesellschaft zu schwinden scheint: Die aus welchen Gründen auch immer schwierige Situation eines anderen Menschen lässt mich nicht gleichgültig, sondern sie fordert mich zum Handeln heraus. Die Initiatoren des Compassion-Projektes sehen in der Bildung sozialer Sensibilität und sozialverpflichteter Haltungen eine Aufgabe, der sich unsere Schulen stellen müssen. Solidarität, mitmenschliches Handeln, ethisches Lernen und Erlebnisbezogenheit sind wichtige Stichworte der Zielvorgabe. Die Sozialpraktika, welche die Schüler/innen in sozialen Einrichtungen absolvieren, werden dabei über längere Zeit und in verschiedenen Fächern unterrichtlich begleitet. Diese enge Verbindung von Praktikum und Unterricht ist entscheidend für die nachhaltige Wirkung des Projektes.

Ziele und Chancen  

Die Schülerinnen sollen die Möglichkeit bekommen, Erfahrungen mit Menschen in sozialen Einrichtungen zu machen,  mit denen sie gewöhnlich im Alltag kaum oder nicht in Berührung kommen.

Entgegen der „Entsolidarisierung“ und „Individualisierung“ soll das Praktikum die Entwicklung neuer Handlungsbereitschaften unterstützen, aus denen heraus Menschen gerne Kontakt suchen und helfen, weil sie erkennen, dass Helfen auch „Freude“ macht.

In den Begegnungen geht es nicht nur um „Mitleid“, wie der Begriff „Compassion“ erwecken könnte, sondern es geht um einen wechselseitigen und dialogischen Prozess, in dem beide Partnerinnen und Partner voneinander lernen, weil ihnen die „Augen aufgehen“ und in ihnen bewusst wird, dass das Recht auf Leben keine Grenze kennt.

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