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Modellprojekt Jugendarbeit und Schule

Girl Scouts @ school | Leben und lernen mit allen Sinnen
 

Unter dem Motto „Girl Souts at School – Lernen und leben mit allen Sinnen“ beteiligen sich die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) und die Maria-Ward-Realschule Mindelheim am Modellprojekt „Jugendarbeit und Schule" des Bayerischen Jugendrings (BJR). Über den Zeitraum von zweieinhalb Jahren wird gezielt versucht, die Mädchenarbeit der PSG inhaltlich, strukturell und räumlich als Bildungsort und Bildungsgelegenheit in verschiedenen Schulen zu verankern. Der Leitgedanke „Leben und lernen mit allen Sinnen“ verdeutlicht die Bedeutung eines ganzheitlichen Bildungsansatzes unter Berücksichtigung von Körper, Seele und Geist. Die Pfadfinderinnenschaft St. Georg, ein katholischer Mädchenverband ist Mitgliedsverband des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) und hat ihre Wurzeln in der internationalen Pfadfinderinnenbewegung. Die PSG ist offen für alle Mädchen, die Lust auf Pfadfinderei haben, unabhängig von ihrer Herkunft und Religion.

Sie bietet Mädchen in altersspezifischen Gruppen Raum, sich selbst zu entfalten und selbstverantwortlich zu gestalten, gibt ihnen die Möglichkeit zu Natur- und Gemeinschaftserfahrungen und zur lebendigen Auseinadersetzung mit Glaubens- und Lebensfragen und ermutigt sie, selbstständige, mündigen, engagierte und verantwortlichen Frauen zu werden.

Die katholische Mädchenschule und der katholische Mädchenverband sind ideale Kooperationspartner, Schule und Jugendarbeit ergänzen sich vorzüglich! Kein Wunder also, dass sowohl die Schulleiterin Rosa Ritter und die beteiligte Lehrkraft Elfriede Bachmann als auch die PSG-Landesgeschäftsführerin Irene Kischkat und Imke Raders, im Schuljahr 2004/ 2005 die Referentin vor Ort, die Zusammenarbeit begrüßen.

Weitere Infos unter:

www.psg-bayern.de

www.psg-landesstelle-bayern.de

www.psg-augsburg.de

 

Seit März 2004 finden wöchentliche Gruppenstunden der Pfadfinderinnen statt. Zwei der älteren Caravelles sind inzwischen zu Gruppenleiterinnen ausgebildet worden und übernehmen Leitungsaufgaben – in der Schule und in den beiden neu gegründeten PSG-Gruppen in Oberegg. Naturerlebnisse,  Bodypainting und alles, was Mädchen gern tun, findet in den Gruppenstunden statt. Lagerfeuer mit Stockbrot und Gitarre werden langsam Tradition. Wiederholenswert erscheinen die Lesenacht, die Teilnahme am diözesanen „Hexenwochenende“ im Karlshof und das Selbstbehauptungstraining für Mädchen.

Zum Abschluss des Schuljahres 2004/ 2005 haben sich die Pfadis (10- bis 13-jährige PSGlerinnen und Caravelles (Pfadfinderinnen zwischen 13 und 16) etwas Besonderes ausgedacht: eine Jurte im Schulgarten sollte Neugierige anlocken und Treffpunkt in den Pausen und für die Nachmittagsaktivitäten sein. Beim Zelterrichten die Regenpausen auszunutzen ist gelungen. Befürchtungen, dass die Jurte wegwehen könnte, waren erst nach der Übernachtung der Gäste aus Oberegg unnötig. Die Aktionswoche mit verschiedenen Workshops hat nicht nur Mitglieder des Mädchenverbandes angesprochen. Viele Schülerinnen nutzten das Angebot, Filzschmuck herzustellen, ein Seidentuch zu bemalen, Wegzeichen und Knoten zu üben und sich bei Bewegungsspielen vom Schulalltag zu erholen.

 

 


 

Girl Scouts at School in Mindelheim

Erschienen Prisma (Heft 1/ 2006),
der Zeitschrift des Bundes der deutschen katholischen Jugend in der Diözese Augsburg.

 

Unter dem Motto „Girl Scouts at School“ beteiligt sich die PSG seit 2004 am Modellprojekt „Jugendarbeit und Schule“ des Bayerischen Jugendringes. Wir wollen dabei unsere PSG-Erfahrungen und – Inhalte an die Schule bringen, die Mädchen dort aufsuchen, wo sie einen Großteil ihrer Zeit verbringen. Mit dem offiziellen Slogan „Leben und Lernen mit allen Sinnen“ gehen wir gezielt auf Schulen zu, sprechen mit SchulleiterInnen und bieten zum Einstieg PSG-Schnupper-Nachmittage an.

Im Diözesangebiet Augsburg unterstützt die Maria-Ward-Realschule in Mindelheim unser Projekt. Seit März 2004 finden dort regelmäßige Pfadfinderinnen-Nachmittage mit selbst organisiertem Mittagstisch, Hausaufgabenzeit und Gruppenstunden statt. Immer dienstags und donnerstags treffen sich Mädchen im Alter von 11 bis 15 Jahren zu Gruppenstunden und gemeinsamen Nachmittagsaktivitäten. Inzwischen haben schon einige ältere Schülerinnen an der PSG-Leiterinnenschulung teilgenommen und leiten eigene Gruppen mit Mädchen aus den 5. und 6. Klassen.

Was machen Pfadfinderinnen an der Schule? Alles, was Pfadfinderinnen in ihren Gruppen sonst auch tun: Natur erleben, Schneefiguren bauen, Jurte aufbauen zwischen zwei Regenschauern, Pflanzen beim Wachsen zusehen, am Lagerfeuer sitzen und Stockbrot essen, Entspannung bei Gesichtsmassagen und Bodypainting, ein eigenes Hungertuch gestalten, Gespräche zum Thema Fasten führen, eine Lesenacht durchführen, sich über Gott und ihr Leben unterhalten, an Diözesan-Veranstaltungen teilnehmen, einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen und eine Jurte im Schulhof aufbauen und vieles mehr.

Das Projekt „Girl Scouts at Scholl“ zeigt, dass es Sinn macht, junge Menschen dort aufzusuchen, wo sich ihr Leben abspielt: In der Schule. Die Mädchen haben aufgrund von Hausaufgaben, Nachmittagsunterricht und verschiedenen Hobbys kaum noch die Zeit, zusätzlich einen „Termin“ einzuschieben. Pfadfinderei an der Schule ist eine willkommene Ergänzung zum Alltag sowohl für die Schülerinnen als auch für die Schule. Bei einer Umfrage unter den „Girl Scouts“ wurde auch die unterschiedliche Motivation der Mädchen für ihr Mitmachen deutlich. Neben – natürlich – „Spaß haben“ wurden auch tiefere Beweggründe genannt, z. B. „weil Mädchen alles selber machen“ und „weil es gerecht zugeht“.

Wir freuen uns über die engagierten „Girl Scouts at School“ und vor allem auch über die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit mit der Schulleitung Frau Ritter und Frau Gerner, unserer PSG-Verbindungslehrerin Frau Bachmann und natürlich auch dem Hausmeisterehepaar, Frau und Herr Bartenschlager, mit ihren Mitarbeiterinnen. Pfadfinderinnen an einer Schule können den gewohnten Ablauf schon etwas durcheinander bringen, aber sie bringen auch neues Leben mit und Bereichern damit die Lebenswelt Schule.

Begeistert von den Erfahrungen und Erlebnissen an ihrer Schule haben einige Mädchen an ihrem Heimatort Oberegg zwei neue PSG-Gruppen gegründet. Inzwischen finden dort regelmäßige Gruppenstunden statt und aktuell beginnen die ersten Vorbereitungen für die Feier zur offiziellen Stammeserhebung. Mit dem Projekt „Girl Scouts at Scholl“ konnte somit ein weiterer neuer PSG-Standort gegründet werden.

 

Birgit Keckeisen, PSG-Bildungsreferentin

 

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