Wahlpflichtfächergruppen | 7. - 10. Klasse

 

Mittwoch, 08.03.2017 (17.00 Uhr, Mehrzweckraum)

Infoveranstaltung "Wahlpflichtfächergruppen"

für Eltern und Schülerinnen der 6. Klassen

 

 

 

Kennzeichen der sechsstufigen Realschule als allgemeinbildender und berufsvorbereitender Schule ist die begabungs- und neigungsgerechte Differenzierung ab der 7. Klasse. Die Schülerinnen entscheiden am Ende der 6. Jahrgangsstufe, welche Wahlpflichtfächergruppe sie in den nächsten vier Schuljahren belegen möchten. Dadurch entstehen in der 7. Jahrgangsstufe in der Regel neue Klassengemeinschaften. Durch diese Entscheidung wird auch festgelegt, welches Fach am Ende der 10. Jahrgangsstufe neben Deutsch, Englisch und Mathematik Gegenstand der Abschlussprüfung sein wird. Die Bildungs- und Erziehungsarbeit der sechsstufigen Realschule wird von einer großen Zahl von Pflichtfächern für alle Schülerinnen getragen. Mit der Differenzierung bestimmter Wahlpflichtfächergruppen kommt die Realschule den besonderen Begabungen und Interessen der Schülerinnen entgegen. Weitestgehend unabhängig von der gewählten Wahlpflichtfächergruppe eröffnet sich den Schülerinnen nach erfolgreichem Realschulabschluss ein breites Spektrum beruflicher oder weiterführender schulischer Ausbildung. Der Lehrplan für die sechsstufige bayerische Realschule stellt ausdrücklich fest: "Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Realschule ist unteilbar; er wird in den verschiedenen Wahlpflichtfächergruppen lediglich in unterschiedlichen Schwerpunkten verwirklicht." Interesse und Begabung der Schülerin sind somit wohl die wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung für eine der angebotenen Wahlpflichtfächergruppen...

 

Die Wahlpflichtfächergruppe I legt den Schwerpunkt auf den mathematisch-naturwissenschaftlich- technischen Bereich. Kennzeichnend sind insbesondere die Fächer Mathematik und Physik, die verstärkt unterrichtet werden. Ein Jahr früher (8. Klasse) als in den anderen Wahlpflichtfächergruppen werden die Schülerinnen dieser Wahlpflichtfächergruppe in das Fach Chemie eingeführt. Charakteristisch ist zudem die Ausgestaltung des Faches Informationstechnologie mit Inhalten aus Textverarbeitung und Informatik, das in den Jahrgangsstufen 8 bis 10 um Technisches Zeichnen/ CAD erweitert wird. Neben Deutsch Mathematik und Englisch ist Physik am Ende der 10. Jahrgangsstufe für die Schülerinnen dieser Wahlpflichtfächergruppe viertes Prüfungsfach der zentralen Abschlussprüfung. Aufgrund des vertiefteren Unterricht in Mathematik ist die Prüfung in diesem Fach umfassender als in den anderen Wahlpflichtfächergruppen. 

 

Die Wahlpflichtfächergruppe II legt das Gewicht auf den wirtschaftlich-kaufmännischen Bereich. Kennzeichnend ist in erster Linie das Fach Betriebswirtschaftslehre/ Rechnungswesen, das als praxis- und berufsorientiertes Fach wirtschaftliche/ betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt. Die Schülerinnen vertiefen ihre Fähigkeiten im Rechnen, erwerben ein breites Fundament wirtschaftlicher und rechtlicher Fachbegriffe und die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten, um in einem Unternehmen anfallende Geschäftsfälle zu verstehen sowie die erforderlichen Buchungen und Berechnungen zur Geschäfts- und Betriebsbuchführung durchzuführen. Praxiskontakte ermöglichen Einblicke in die Beruf- und Arbeitswelt. Neben Deutsch Mathematik und Englisch ist Betriebswirtschaftslehre/ Rechnungswesen am Ende der 10. Jahrgangsstufe für die Schülerinnen dieser Wahlpflichtfächergruppe viertes Prüfungsfach der Abschlussprüfung. Charakteristisch für die Wahlpflichtfächergruppe 2 sind zudem die Fächer Wirtschaft und Recht, das bereits in der 8. Jahrgangsstufe zweistündig unterrichtet wird (in den anderen Wahlpflichtfächergruppen 9. Jahrgangsstufe) sowie Informationstechnologie . Für Schülerinnen der Wahlpflichtfächergruppe II umfasst das Fach Informationstechnologie (in der 7. bis 9. Klasse zweistündig, in der 10. Klasse einstündig unterrichtet) Inhalte aus Textverarbeitung und Informatik.

 

Die Wahlpflichtfächergruppe IIIa hat ihren Schwerpunkt in der zweiten Fremdsprache Französisch.  Sowohl in privaten als auch in beruflichen Zusammenhängen wird die Kenntnis des Französischen im zusammenwachsenden Europa immer wichtiger. Die Schüler erweben im Fremdsprachenunterricht zum einen kommunikative Fertigkeiten und grammatische Kenntnisse, zum anderen lernen sie Traditionen und Lebensweisen der französischen Sprachgemeinschaft kennen. So können sie Verständnis für Gemeinsamkeiten und Unterschiede entwickeln. Sie lernen, mündlich und schriftlich in der Fremdsprache richtig zu reagieren und vor allem Alltagssituationen sprachlich zu bewältigen. Neben Deutsch, Englisch und Mathematik ist Französisch am Ende der 10. Jahrgangsstufe für die Schülerinnen dieser Wahlpflichtfächergruppe viertes Prüfungsfach der Abschlussprüfung. Diese umfasst die schriftliche Prüfung sowie den Hörverstehens- und Sprechfertigkeitstest. Auf Antrag kann zusätzlich das französische Sprachzertifikat D.E.L.F. (Diplôme d’Etudes en Langue Française) erworben werden, das den Absolventen international anerkannte Sprach- und Sprechkompetenz attestiert. Die erworbenen Grundkenntnisse in Informationstechnologie (mit Inhalten aus Textverarbeitung und Informatik) werden von den Schülerinnen der Wahlpflichtfächergruppe IIIa in der 8. Klasse (zweistündig) erweitert. 

 

Schwerpunkt der an unserer Schule seit 1996/1997 angebotenen Wahlpflichtfächergruppe IIIb  ist das Fach Kunsterziehung.  Der Unterricht im Fach Kunsterziehung vermittelt den Schülern Erkenntnisse, Einsichten und Fertigkeiten, die sich in den anderen schulischen Fächern positiv auswirken. Der gezielte Umgang mit den gestalterischen Mitteln fördert die Entwicklung der Handlungsbereitschaft und steigert die visuelle Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit der Schüler. Zudem werden sie angeleitet, beim Analysieren, Werten und Interpretieren des Vorgegebenen logisch und ganzheitlich zu denken sowie beim Experimentieren, Auswählen und Gestalten planvoll vorzugehen und Entscheidungskompetenz zu entwickeln. Neben Deutsch, Englisch und Mathematik ist Kunsterziehung am Ende der 10. Jahrgangsstufe für die Schülerinnen dieser Wahlpflichtfächergruppe das vierte Prüfungsfach der zentralen Abschlussprüfung . Der Unterricht ist gleichermaßen durch das praktische Gestalten der Schülerinnen geprägt wie durch kunstgeschichtliche und gestaltungstheoretische Inhalte. Die Prüfung setzt sich aus einer praktischen und der schriftlichen Prüfung mit kunstgeschichtlichen und kunsttheoretisch-analytischen Fragestellungen zusammen. Charakteristisch für diese Wahlpflichtfächergruppe sind zudem eine zusätzliche Stunde Musik in der 10. Jahrgangsstufe und das Fach Informationstechnologie mit Inhalten aus Textverarbeitung und Informatik, das um Inhalte aus Technisches Zeichnen/ CAD oder Betriebswirtschaftlehre/ Rechnungswesen erweitert werden kann.